{"id":27,"date":"2018-11-05T08:12:24","date_gmt":"2018-11-05T08:12:24","guid":{"rendered":"https:\/\/lobauautobahn.at\/?p=27"},"modified":"2018-12-04T10:36:21","modified_gmt":"2018-12-04T10:36:21","slug":"geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lobauautobahn.at\/?p=27","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><img src='https:\/\/lobauautobahn.at\/wp-content\/uploads\/sites\/18\/2018\/11\/2-1.jpg' style='max-height:250px;float:right; margin:10px;'><\/p>\n<p>Die Donau ist nach der Wolga der zweitl\u00e4ngste Fluss Europas. Mit einer Gesamtl\u00e4nge von 2.850 Kilometern durchflie\u00dft sie zehn L\u00e4nder mit den unterschiedlichsten kulturellen Hintergr\u00fcnden. Sie ist ein multikultureller Fluss und ein Lebensraum f\u00fcr Mensch, Tier und Pflanzen.<\/p>\n<h2>Eine bewegte Geschichte<\/h2>\n<p>Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Donau ein weitgehend naturbelassener Fluss. Durch die Ansiedlung des Menschen und die Nutzung der Donau als Schifffahrtskanal wurde sie jedoch zunehmend verbaut. Flussarme trockneten allm\u00e4hlich aus und mit ihnen verschwanden auch viele Naturgebiete entlang des Stroms. Sp\u00e4ter wurden die Auw\u00e4lder auch forstwirtschaftlich verst\u00e4rkt genutzt. Durch den Bau von Kraftwerken und Staud\u00e4mmen wurden weitere Naturlandschaften zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Im Jahr 1973 gab es erste Planungen f\u00fcr einen Naturpark in den Donau-March-Thaya-Auen. 1978 wurde die Wiener Lobau schlie\u00dflich zum offiziellen Naturschut<img src='https:\/\/lobauautobahn.at\/wp-content\/uploads\/sites\/18\/2018\/11\/2-3.jpg' style='max-height:250px;float:left; margin:10px;'>zgebiet erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Auch politisch hatten die Donau-Auen eine Bedeutung. 1984 wollte man in der Gegend ein Kraftwerk errichten. Zahlreiche Demonstranten besetzten das Gebiet, darunter auch der \u00f6sterreichische Journalist G\u00fcnter Nenning. Mit vereinten Kr\u00e4ften konnte man das Projekt verhindern und die Donau-Auen im geplanten Kraftwerksbereich sch\u00fctzen. Das war auch die Geburtsstunde der Gr\u00fcnen in \u00d6sterreich, die sich damals als politische Partei erstmals formierte. W\u00e4hrend der Besetzung der <a href=\"http:\/\/www.erinnerungsort.at\/thema7\/u_thema3.htm\">Hainburger-Au<\/a> wurden auch wissenschaftliche Gutachten eingeholt, die eine Menge an Fischarten entdeckte, die vorher in dem Gebiet noch nicht bekannt war. 1990 wurde die Regelsbrunner Au mit einem 411 Hektar gro\u00dfen Gebiet unter Naturschutz gestellt und am 27. Oktober 1996 unterzeichnete man einen Vertrag zwischen der Republik \u00d6sterreich und den Bundesl\u00e4ndern Wien und Nieder\u00f6sterreich<img src='https:\/\/lobauautobahn.at\/wp-content\/uploads\/sites\/18\/2018\/11\/2-4.jpg' style='max-height:250px;float:right; margin:10px;'> zur Schaffung eines Nationalparks Donau-Auen.<\/p>\n<p>Im Oktober 2016, also zwanzig Jahre nach der Gr\u00fcndung des Nationalparks, wurde die Erweiterung beschlossen. Dabei wurden 260 Hektar des Gebiets der Petroneller Au eingebracht, weitere 140 Hektar wurden mithilfe eines Kooperationsvertrags au\u00dfer forstwirtschaftlicher Nutzung gestellt und die Stadt Wien brachte zus\u00e4tzliche 17 Hektar der Au in Fischamend ein. Somit hatte der Nationalpark seine heutige Gr\u00f6\u00dfe erreicht. Die Lobau als Landschaftsteil war urspr\u00fcnglich nur eine Insel in der Donau. Durch ein kaiserliches Jagdedit von Kaiser Heinrich II. erhielten Jagdherren das Recht, dort zu jagen. Diese Usance hielt sich bis in das 20. Jahrhundert. 1745 schenkte Kaiserin Maria-Theresia die Lobau Wien. Um 1900 wurde die Donau zum Hochwasserschutz reguliert, was das heutige Gebiet formte. 1917 gingen die Obere Lobau und 1973 schlie\u00dflich auch die Untere Lobau in das Eigentum Wiens \u00fcber.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Donau ist nach der Wolga der zweitl\u00e4ngste Fluss Europas. 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